Donnerstagsdemo in Erinnerung an Marcus Omofuma

veröffentlicht am 31. Mai 2019

Marcus Omofuma - Rest in Power! 20 Jahre nachdem Marcus Omofuma bei seiner Abschiebung von der Polizei getötet wurde, demonstrierten 2000 Menschen im Rahmen der Donnerstagsdemo gegen schwarz-blau am 25. April 2019 in Wien gegen Abschiebungen, für offene Grenzen, für Seenotrettung und Menschenrechte für alle.

Am 25. April 2019 widmete sich die wöchentliche Donnerstagsdemo gegen die rechtsextreme Regierung in Wien dem Thema Abschiebungen. Wenige Tage vor dem 20. Todestag von Marcus Omofuma am 1. Mai beteiligten sich ca. 2000 Menschen an dem Protest und trugen die Solidarität und den Widerstand gegen die rassistische Abschiebungs- und Grenzpolitik lautstark auf die Straßen Wiens!

"Wir sagen, der Sommer der Migration ist nicht vorbei. Er geht - egal im kleinen Dorf oder in der großen Stadt, egal, ob in der Pfarre oder in der Wohngemeinschaft - weiter. Tausende Menschen stehen überall in Österreich Seite an Seite mit Geflüchteten, als Unterstützer_innen,..."

We will stay!
Unter dem Motto “Niemals vergessen! Nie wieder ist jetzt!” und “We will stay! We will rise!” versammelte sich die do! Demo am Oskar-Morgenstern-Platz in unmittelbarer Nähe zum Polizeianhaltezentrum, einem der Schubhaftgefängnisse.
"Wir sind heute da, um Markus Omofuma zu gedenken; um seine Geschichte und der Geschichte der vielen Opfer von Abschiebungen zu gedenken."

Zu Beginn sprachen Henrie Dennis von Afro Rainbow Austria sprach über Marcus Omofuma, Flucht und Abschiebungen aus queerer Perspektive, Mohammed Reza Yaqubi über die Situation in und Abschiebungen nach Afghanistan, Selima und Salina über die Situation von Tschetschen_innen, die von Abschiebungen bedroht und betroffen sind sowie die Initiative Stop Deportations Vienna/Wiener Vernetzung gegen Abschiebungen über politische und aktivistische Strategien, um Abschiebungen zu verhindern.

Spontan entschloss sich Sulejman über seine 6 Monate in der Schubhaft und über seine Illegalisierung zu berichten.

Bei der Zwischenkundgebung am Platz der Menschenrechte vor dem Omofuma-Denkmal sprach der Schriftsteller und Aktivist Charles Ofoedu über die Tötung von Marcus Omofuma, die antirassistische Organisierung danach und die Operation Spring.

Seebrücke Wien: "Die Demo war ein voller Erfolg. Gemeinsam mit tausenden Menschen haben wir die Solidarität und den Widerstand gegen die rassistische Abschiebungs- und Grenzpolitik lautstark auf die Straße getragen!"

Am Endpunkt Schillerplatz sprachen Annika Zigelli von der Initiative Seebrücke Wien über das Sterben im Mittelmeer und den Kampf dagegen, die Menschenrechtsaktivistin, Feministin und Autorin Ishraga Mustafa Hamid gab ein Update über die Situation im Sudan und die Künstlerin, Studierende und Aktivistin gegen Rassismus und Kolonialismus Mariama Diallo sprach über den Zusammenhang von Fluchtgründen und kolonialer Ausbeutung.

“Die Verantwortung für die Armut und das Elend in Europa tragen nicht die Migrant*innen, sondern die Elite.”

Für die Musik während der Demo sorgten Zion Flex und DJ Yomamma.

Abschlusskundgebung von #wiederDonnerstag am Schillerplatz. Eine Liste mit den Namen von auf der Flucht im Mittelmeer ertrunkenen Menschen wird auf die Akademie projiziert.

Am 31. May 2019 in Wien: „SOS-Seenotgipfel – von der sicheren Überfahrt zur solidarischen Stadt“ - ab 11.00: Workshop / Inputs / Diskussion / Kinder / Tagesprogramm, ab 20.00: Nachtprogramm.

Anmerkung der Moderation

zuerst veröffenlicht auf: no-racism.net

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