Einschüchterung gescheitert – Rojava bleibt auf der Straße!

veröffentlicht am 28. Oktober 2019

Graue Wölfe und andere türkische Nationalisten tauchten bei Rojava Protesten in Innsbruck auf. Sie hinterlassen keinen Eindruck.

Auch in Innsbruck wird seit dem Angriff auf Rojava der Protest auf die Straßen getragen. Nach mehreren Demonstrationen laufen seit Ende Oktober 2019 die Aktions- und Dialogtage für Rojava. Auf der Dauerkundgebung an der Annasäule in der Innsbrucker Innenstadt wird den ermordeten Kämpfer*innen gedacht und mit Kunstwerken und Musik auf die Invasion der türkischen Armee in Nordsyrien aufmerksam gemacht.
Immer wieder tauchten türkische Nationalist*innen bei der Dauerveranstaltung auf und versuchten diese zu stören. Mit Zwischenrufen und Pöbeleien wurde versucht die Veranstaltende und Teilnehmende einzuschüchtern. Es wurde gegen den Wunsch der Veranstaltenden Fotos und Videoaufnahmen gemacht. Vertreter der Grauen Wölfe hatten bereits die Teilnehmenden einer Rojava Demonstration in Innsbruck abgefilmt.
Auch eine Person des türkischen Konsulates aus Salzburg hatte dieselbe Demo beobachtet und gefilmt.
Natürlich lassen sich die Aktivist*innen davon nicht beeinflussen. Dennoch entsteht ein schaler Nachgeschmack dieser Begegnungen. Was passiert mit diesen Aufnahmen? Aktivist*innen, die das Regime von Erdoğan öffentlich kritisieren, werden zunehmend mit Instrumenten der politischen Denunziation bedroht, wie auch schon durch die türkische EGM-APP. Diese kann und wird dazu genutzt, erdoğan-kritische Aktivitäten in Social Media den türkischen Behörden zu melden. Was mit den Fotos und Videoaufnahmen der Rojava Veranstaltungen in Innsbruck geschieht, ist unklar. Es kann aber vermutet werden, dass diese visuellen Daten potenzielle gegen die Gefährt*innen verwendet werden sollen. Lasst euch nicht einschüchtern und haltet die Augen offen.

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