Keine Räumung ohne Folgen: Feuer und Flamme den Kooperateuren von Staat & Polizei!

veröffentlicht am 29. Oktober 2019

Es waren mal 2 Hebebühnen... In den frühen Morgenstunden des 28.10.2019 haben wir 2 Hebebühnen der Firma Butsch und Meier, welche diese der Freiburger Polizei bzw. dem Baden-Württembergischen SEK (Sondereinsatzkommando) für die Räumung der Hausbesetzung in der Kronenstraße am letzten Samstag, den 26.10., geliehen hatte, auf dem Real Parkplatz bei der Gundelfingerstraße 2 in Freiburg Zähringen angezündet. Die Firma nutzt den Parkplatz als Übergabeplatz für den Verleih.

In Anknüpfung an die mehreren erfolgreichen Anschläge auf Fahrzeuge während der Freiburger Squatting Days vom 18. bis 29. Oktober 2019 hat auch die Firma Butsch und Meier nun eine prompte Quittung für ihre Kooperation mit den staatlichen Repressionsorganen und ihre Mithilfe an den polizeilichen Räumungseinsätzen erhalten.

Mit der Aktion wollen wir unsere absolute Unversöhnlichkeit mit den Staatsorganen und unsere Wut über die Brutalität und militarisierte Gefährlichkeit der Polizeieinsätze in den vergangenen Tagen in Freiburg - wie auch sonst und anderswo - zum Ausdruck bringen.

Häuser- und Wohnraumkämpfe betreffen uns alle. Die sich zuspitzenden Entwicklungen in Sachen Städteboom, Wohnungsnot und Gentrifizierung sind dringende Erinnerungen an die Notwendigkeit, ein gemeinschaftlicheres und gerechtes Zusammenleben jenseits von Privateigentum, Immobilienspekulationen und Leerstand zu erkämpfen.
Ungeachtet der offensichtlichen Richtigkeit unserer Anliegen und der Notwendigkeit von politischen Aktionen wurden die vergangenen Besetzungen in der Stadt großflächig abgeschirmt, Unterstützer*innen kriminalisiert, die Besetzungen gewaltvoll geräumt und mit Repressionen geahndet.

Da es für Firmen wie Butsch und Meier trotzdem eine Selbstverständlichkeit zu sein scheint, den Cops Gerät für deren illegitime und bis zu lebensgefährliche Einsätze zu leihen, wollen wir ihnen zeigen, dass solche Kooperationen unratsam und nicht rentabel sind. Wenn sich Firmen in Folge aus den Kooperationen zurückziehen und weitere Firmen dies zur Warnung nehmen, wird den Cops der Zugang zu Gerät erschwert, zukünftige Räumungseinsätze in die Länge gezogen oder verunmöglicht.
Drum: Wir bleiben wachsam, beobachten und veröffentlichen das Vorgehen der Polizei und ihrer Helfer*innen und intervenieren.

Die heutige Aktion reiht sich in eine Vielzahl von Anschlägen auf Fahrzeuge ein, die während der Squatting Days in Freiburg stattgefunden haben:
- 22. Oktober: Brandanschlag auf ein Auto des Rüstungskonzerns Thyssen-Krupp: de.indymedia.org/node/41772
- 23. Oktober: Angriff auf zwei Autos des Immobilienkonzerns Vonovia: de.indymedia.org/node/41991
- 25. Oktober: Brandanschlag auf Firmenwagen der (Knast-) Baufirma Implenia: de.indymedia.org/node/42308
- 26. Oktober: Brandanschlag auf Firmenwagen von Johnson Control: barrikade.info/article/2786
- 27. Oktober: Angriff auf Firmenwagen der Deutschen Bank: de.indymedia.org/node/42688
- 28. Oktober: Brandanschlag auf zwei Hebebühnen der Gerätevermietungsfirma Butsch und Meier.

Wir begrüßen diese neue Welle militanter Aktionen in der Stadt und freuen uns auf mehr!

Informationen und Rückblicke zu den squatting days:
diewg.noblogs.org
aktionsticker.org

Ihr räumt uns nicht ohne Folgen - Feuer und Flamme dem Staat und all seinen Helfer*innen!
Für eine Welt voller Freiräume und selbstorganisierter Orte!

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