NI UNA MENOS - 20. Femizid in Österreich / Transpi Aktion Innsbruck

veröffentlicht am 12. November 2020

NI UNA MENOS - Nicht eine* weniger. Nehmt ihr uns eine*, antworten wir alle!

Städteübergreifende Aktionen setzen ein Zeichen gegen Femizide. Der 20. Femizid in Österreich 2020 – unzählige weltweit.
In Innsbruck wurden Transparente gehängt, die das ganze letzte Wochenende sichtbar waren.

Femizide, oder auch Feminizide genannt, sind Akte geschlechtsspezifischer Gewalt. Damit werden Tötungen bezeichnet, die vor allem deshalb geschehen, weil die Betroffenen dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden.

Femizide sind keine „isolierten“ oder „vereinzelt“ auftretenden Akte der Gewalt, sondern ein strukturelles Problem, eine der vielen Erscheinungen des Patriarchats. Der Femizid ist nicht nur die extremste Form von Gewalt gegen Frauen* und Mädchen*, sondern auch die gewaltvollste Manifestierung von Diskriminierung, Unterdrückung und Ungleichheit dieser.

Medien und der Diskurs in der Gesellschaft benennen Femizide und versuchte Femizide als Beziehungs-, Familien-, Eifersuchtsdramen, missglückten Flirt. Das ist es nie, es ist Mord. Auf der Suche nach scheinbar legitimen Tötungsgründen und Motiven, führt die Unsichtbarkeit des Femizids dazu, Frauen* und Mädchen* eine Mitschuld an ihrer Tötung zu geben. Dies ist ein nur allzu bekannter Umgang mit männlicher Gewalt und zeigt sich deutlich in der Romantisierung von Gewaltakten. Wir müssen uns radikal mit männlichem Besitzdenken und Machtausübung auseinandersetzen. Feminizide sind kein privates Problem, sondern ein gesellschaftliches und müssen als solches angegriffen werden. Das Private ist und bleibt politisch!

„Killer hatte Liebeskummer“?
Man(n) töte nicht aus Liebe, stoppt Femizide!

Transpi 1: Schluss mit der Folter der ATK (gerichtsmedizin) gebt uns die Leichen - Rosa Amin Ödgül und Nubar
Transpi 2: United against Femizides
Transpi 3: NI UNA MENOS

Weiterlesen

zum Thema Feminismus: