O-Töne gegen Abschiebungen - für die Aufnahme von Geflüchteten

veröffentlicht am 31. Januar 2021

Alle zwei Wochen ist die Widerstandschronologie mit einer Übersicht der Proteste und Aktionen in Wien auf Radio Orange 94.0 zu hören. In der aktuellen Ausgabe vom 30. Jänner 2020 u.a. über ein weiteres Wochenende für Moria, die Abschiebeblockade in der Zinnergasse und Solidarität mit tschetschenischen Geflüchteten in Schubhaft.

Die Sendung mit Redenausschnitten von den einzelnen Protesten ist nachzuhören auf nochrichten.net und cba.fro.at.

Neben den antirassistischen Protesten finden sich in dieser Ausgabe der Widerstandchronologie Berichte über +++ Fahrradbot*innen für betriebliche Mitbestimmung für freie Dienstnehmer*innen +++ Donnerstage fürs Donaufeld +++ den antifaschistischen Budenbummel am 27. Jänner, dem Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau +++ Solidarität statt Krise gegen die Verarmung großer Teile der Bevölkerung +++ sowie den untersagten Protest der Corona-Verharnloser*innen, -leugner*innen, Verschwörungsideolog*innen am 30. Jänner 2021.


23./24. Jänner 2021: Zweites Wochenende für Moria

Wie auch schon am Wochenende 16./17. Jänner wurde am 23. und 24. Jänner wie auch in anderen Städten Österreichs im Sigmund-Freud-Park ein „Wochenende für Moria“ begangen. Mit Übernachtungen in Zelten und einem Lichtermeer wurde unter anderem die Evakuierung der menschenunwürdigen Lager für geflüchtete Menschen und deren Aufnahme hier und jetzt gefordert. [Redenausschnitte]

finden jetzt auch in Kufstein, Salzburg statt. In Vorarlberg gibt es derzeit "Mahnwache für Moria".

Ergänzung: Die Aktion Wochenende für Moria startete im November in Tirol und verbreitet sich seither auf immer mehr Städten im ganzen Land. In zahlreichen Orten campen Menschen für eine Nacht auf öffentlichen Plätzen, um auf die Situation in den Lagern an den EU-Außengrenzen hinzuweisen. Mehr dazu auf Emrawi u.a. in


27. und 28. Jänner 2021: Proteste und Blockaden gegen Abschiebungen von Wiener Schüler*innen

In den frühen Morgenstunden des 28. Jänner wurde die zwölfjährige Wiener Schülerin Tina, ihre vierjährige Schwester und ihre Mutter sowie die zwanzigjährige Wiener Schülerin Sona, ihr Bruder und ihre Eltern nach Georgien bzw. Armenien abgeschoben.

Am 27. Jänner demonstrierten dagegen bereits untertags vor allem Kolleg*innen der Schüler*innen vor dem Familienabschiebezentrum in der Zinnergasse und winkten ihren Freund*innen über die Mauer zu.

In der Nacht wurden es nach Angaben des Presseservice Wien rund 120 Menschen, die rund um das Abschiebezentrum gegen die Abschiebungen protestierten. Unter ihnen antirassistische Aktivist*innen, Mitschüler*innen und auch Politiker*innen von SPÖ, NEOS und Grünen. Ein Polizeikonvoi, mit denen die Schüler*innen und ihre Familienangehrigen zum Flughafen gebracht werden sollten, wurde stundenlang blockiert. Kurz vor 5 Uhr früh wurden die Sitzblockaden von der Polizei mit WEGA und Hundestaffel geräumt. Die Abschiebungen wurden planmäßig durchgeführt.

Am Abend des 28. Jänner demonstrierten 1000–1300 Personen von der ÖVP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse zum Innenministerium – gegen Abschiebungen, gegen die Politik der Unmenschlichkeit und für ein Bleiberecht für alle! Am Minoritenplatz trafen sie auf hunderte Menschen, die sich dort bereits zu einer von vor allem sozialdemokratischen Jugendorganisationen organisierten Kundgebung gegen Abschiebungen versammelt hatten. [Redenausschnitte]

Ein weitere Audio-Bericht über die Abschiebeblockade findet sich bei ANDI 149 – der Alternative Nachrichtendienst in Wien, jeden Freitag um 17:00 auf Radio Orange 94.0.

Abschiebung von Kindern - Donnerstag, 28.1.2021 in der Zinnergasse in Wien: In den frühen Morgenstunden protestierten mehr als 150 Menschen gegen die Abschiebung einer Familie nach Georgien. Auch Kinder sind unter den Abgeschobenen, ein Mädchen wird nach Georgien geschickt, ein anderes nach Armenien. Ein hohes Polizeiaufgebot wird kritisiert, die WEGA löste die Sitzblockade auf.

Die Sendung vom 29. Jänner 2021 gibts zum Nachhören auf cba.fro.at.

Mehr zur Abschiebeblockade in der Zinnergasse auf Emrawi in folgenden in Artikeln:


29. Jänner 2021: Solidarität mit tschetschenischen Geflüchteten in Schubhaft

Am 29. Jänner demonstrierten rund 40 Menschen vor dem Polizeianhaltezentrum Hernalser Gürtel Solidarität mit tschetschenischen Geflüchteten, die am 31. Jänner nach Russland abgeschoben werden sollen und in Schubhaft in Hungerstreik getreten sind. [Redenausschnitt]

Siehe Aufruf auf Emrawi:


Am Ende noch mal den Link zur Sendung zum Nachzuhören auf nochrichten.net und cba.fro.at.

Mehr von vergangenen und zukünftigen Protesten in Wien auf nochrichten.net.

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zum Thema Abschiebung:

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