Scheinbesetzung Rosensteingasse 10

veröffentlicht am 28. September 2019

Letzte Woche, in der Nacht auf Donnerstag den 19.September 2019 wurden an dem Haus in der Rosensteingasse 10 Transpis angebracht und folgende Nachricht an verschiedene Zeitungen gesendet, um auf die genannten Situationen aufmerksam zu machen und sich solidarisch zu zeigen:

Am Donnerstag, den 19. September 2019 haben wir in Solidarität mit Rozbrat, Exarcheia und Nele-Giebeldach die Rosensteingasse 10 besetzt.
Wir werden uns weiterhin gegen die fortschreitende Gendrifizierung richten und uns den Raum nehmen, den wir benötigen! Um uns davon abzuhalten und die Ordnung dieses menschenverachtenden und maroden Systems zu bewahren, ist jenen, die es schützen, leider jedes Mittel recht. Daher gedenken wir auch Steffen Meyn, welcher heute vor einem Jahr im Hambacher Forst von Bullen ermordet wurde.
Getroffen hat es Einzelne, gemeint sind wir alle!
Cops are Murderers!
ACAB!
Die Häuser denen, die drin wohnen!

Am Morgen berichteten die Medien davon und manche druckten diesen Text in gekürzter Form ab. Im Laufe des Donnerstag Nachmittag wurden die Transpis allerdings entfernt und das Haus verriegelt.
Es war von Anfang an der Plan, das Haus nur “schein-zu-besetzen” und den Medien etwas vorzugaukeln mit dem Ziel, auf Leerstand aufmerksam zu machen. Eine “echte” Besetzung war in diesem Fall (zumindest von uns) nie geplant. Nachdem anscheinend eine KettenSMS umgegangen ist, in der die Scheinbesetzung als echte Besetzung missverstanden werden konnte, können wir leider nicht ausschließen, dass Menschen aus Solidarität tatsächlich dort hingefahren sind. Sollte es so gewesen sein, tut es uns leid, dass es zu diesem Missverständnis gekommen ist, bedanken uns zwar für die gut gemeinte Geste aber entschuldigen uns auch bei den betroffenen Personen.
Daran anschließend möchten wir auch darauf hinweisen, dass, sollte es zu einer echten Besetzung kommen, meist einer oder mehrere der üblichen Kanäle gewählt werden, um darüber zu informieren.
Also bis dahin.

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