Vortrag: Feminist*innen in Rojava. Eine Delegation erzählt

veröffentlicht am 27. Oktober 2019

VORTRAG UND SOLIABEND: Frauenrevolution in Rojava - Reisebericht einer feministischen Delegation
27. Oktober | 18.00 Uhr | AtelierŞ (Kalvarienberggasse 19, 1170 Wien)

Das AtelierŞ freut sich Ende Oktober auf den Vortrag einer feministischen Delegation der Genoss*innen von „Gemeinsam Kämpfen“ aus Hamburg, die im Winter 2018/2019 drei Monate lang durch Rojava reisten. Während des Machtvakuum im Zuge des syrischen Aufstandes, wurde 2012 die Selbstverwaltung im Norden Syriens ausgerufen. Das dabei neu aufgebaute gesellschaftliche System des demokratischen Konföderalismus baut auf den drei Säulen Basisdemokratie, Ökologie und Geschlechterbefreiung auf. Frauen haben darin eine zentrale Rolle eingenommen. Spätestens seitdem beschäftigt dieses Thema in seiner Bandbreite autonome Gruppen, Anarchist*innen, Antifaschist*innen, Feminist*innen, universitäre wie auch parlamentarische oder gewerkschaftliche Linke.

FEMINIST*INNEN IN ROJAVA – EINE DELEGATION ERZÄHLT

Vorort tauschten sich die Delegiert*innen im Gespräch mit Frauen aus unterschiedlichen Bereichen über gesellschaftliche Entwicklungen seit 2012 aus. Ihre Eindrücke und Erfahrungen tragen sie nun mit ihrer Vortragstour zurück nach Europa. „Was macht die Revolution zu einer Frauenrevolution? Wie sieht das basisdemokratische Gesellschaftsprojekt in der konkreten Umsetzung aus? Was hat sich im Alltag der Frauen verändert? Wie kann im 21. Jahrhundert eine gesellschaftliche Alternative zu Kapitalismus und Patriarchat gelebt werden? Und was können wir davon lernen? Diese Fragen wollen wir in den Vorträgen diskutieren und Eindrücke unserer Reise teilen.“ (-Gemeinsam Kämpfen)

Dass die von den Genoss*innen gelebte Solidarität nicht immer ohne Folgen bleibt kann man leider an den aktuellen Geschehnissen in Wien ablesen.

UNSERE SOLIDARITÄT GEGEN IHRE REPRESSION!
In der Nacht von 10. auf 11. September 2019 wurden in Wien vier Personen festgenommen. Die Polizei wirft ihnen vor, dass sie bei der Firma Rheinmetall in 1230 Wien, Graffiti angebracht und Transparente aufgehängt haben sollen. Der Vorwurf gegen sie lautet nun schwere Sachbeschädigung und kriminelle Vereinigung sowie gegen eine Person auch Widerstand gegen die Staatsgewalt und schwere Körperverletzung. Bei drei Personen fanden direkt im Anschluss an die Festnahme und Befragung Hausdurchsuchungen statt. Eine Person wurde unmittelbar nach Deutschland abgeschoben. Die Unverhältnismäßigkeit und Härte, die die Exekutive hier an den Tag gelegt hat verlängert die Liste der polizeilichen Übergriffe in Österreich um einen weiteren. Derartige Repressionsschläge kosten Geld, belasten Einzelpersonen und Umfeld. Dem wollen wir unsere ungebrochene Solidarität entgegenstellen!

Zeigt euch solidarisch, kommt zum Vortrag!

27. Oktober | 18.00 Uhr | AtelierŞ (Kalvarienberggasse 19, 1170 Wien)

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