Familien besuchen Imrali-Gefangene

veröffentlicht am 5. März 2020

Erstmals nach sechs Monaten haben Angehörige der Imrali-Gefangenen Abdullah Öcalan, Ömer Hayri Konar und Veysi Aktaş auf der türkischen Gefängnisinsel besucht. Das erklärte das Istanbuler Rechtsbüro Asrin, das alle Insassen des Inselgefängisses vertritt.

Wie das Rechtsbüro Asrin mitteilt, haben Familienmitglieder der Imrali-Gefangenen ihre Angehörigen besucht. Erstmals nach sechs Monaten in totaler Isolation konnten Abdullah Öcalan und seine Mitgefangenen Ömer Hayri Konar und Veysi Aktaş auf der Gefängnisinsel im Marmarameer Besuch von ihren Angehörigen empfangen. Das gab die Istanbuler Anwaltskanzlei, die Abdullah Öcalan seit seiner völkerrechtswidrigen Verschleppung aus Kenia in die Türkei vor 21 Jahren und die drei weiteren Insassen auf Imrali vertritt, am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt.

Aus welchen Gründen Hamili Yıldırım keinen Familienbesuch empfing, ist unklar. Auch Angaben zum Gesundheitszustand und der Sicherheitslage der Imrali-Gefangenen sind noch keine Informationen bekannt.

Letzten Donnerstag ließ die türkische Regierung verlautbaren, dass es auf Imrali gebrannt hat. Die Besorgnis der kurdischen Gesellschaft um Öcalan und seine Mitgefangenen hatte sich daraufhin auf der Straße entladen. Insbesondere vor dem Aspekt, dass die Behörden seit August Anwälten und Familienmitgliedern den Zugang zur Insel verweigerten, war es tagelang weltweit zu Protesten gekommen.

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