Gemeinsam gegen Faschismus! Heraus zum internationalen Tag der Befreiung!

veröffentlicht am 20. April 2021

Am 8. Mai 1945 wurde der Nationalsozialismus von den Alliierten offiziell zerschlagen: die Wehrmacht kapitulierte. Auch wenn dieser Tag für uns selbstverständlich ein Grund zum Feiern der Befreiung und zum Gedenken der Opfer ist, so verdeutlichen die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre: Erinnern muss aus antifaschistischer Perspektive notwendigerweise immer Kämpfen heißen!

Rechte Kräfte organisieren sich, marschieren in ganz Österreich auf, tätigen Übergriffe und propagieren offen ihre antisemitische, sozialdarwinistische und rassistische Ideologie auf der Straße wie im Parlament. Dabei besitzen sie die Frechheit, ihre menschenfeindlichen Theorien als Antifaschismus zu bezeichnen und Symbole wie die Geschwister Scholl oder den Judenstern für sich zu beanspruchen. Der Zustand der Pandemie hat dies noch verstärkt, unter den Gegner*innen der staatlich verordneten Corona-Maßnahmen sind die Stimmen von rechts-außen (z.B. Querdenker*innen, Identitäre, FPÖ-Politiker*innen...) am lautesten.
Doch nicht nur in Österreich, überall erstarkt der Faschismus. Zeigen wir Solidarität mit all jenen, die ihn abwehren, zum Beispiel unsere Genoss*innen in Rojava!
Erkennen wir die weltweiten Zusammenhänge: Die Krise der Pandemie ist eine Krise des Kapitalismus, welche vor allem von Armut betroffene, nicht-Österreicher*innen und nicht-weiße Menschen, sowie Frauen* tragen müssen. Diesem Krieg gegen die proletarische Klasse können wir nur antworten, wenn wir uns zusammenschließen und kollektiven Widerstand gegen die Angriffe durch das Kapital und dessen staatlichen Verwaltung organisieren.
Rechte Ideologien verwischen, wer wirklich von der Krise profitiert und spalten uns - die Geschichte zeigt, wie gefährlich das ist! Diesem Nährboden des Faschismus müssen wir unsere Solidarität zueinander entgegenhalten und den Faschist*innen entschlossen und verbündet die Stirn bieten! Keinen Fußbreit - Faşizme geçit yok
Gehen wir gemeinsam vom Siegesdenkmal der roten Armee zum KZ-Denkmal in der Roßau. Machen wir laut und ausdrucksstark klar, dass unser Antifaschismus kompromisslos ist und bleibt, sowie auf die Abschaffung der kapitalistischen und patriarchalen Verhältnisse zielt, denen er entspringt. Nur so können wir ein gutes Leben für alle Unterdrückten erkämpfen.
Nie wieder Faschismus!
Hoch die inter- und antinationale Solidarität!
Hoch lebe der 8. Mai!

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