Polizeigewalt gegen Klima-Aktivist*innen

veröffentlicht am 3. Juni 2019

Pressemitteilung vom 01.06.2019 - Bei dem gestrigen Aktionstag für Klimagerechtigkeit in Wien kam es zu mehreren Vorfällen von Polizeigewalt.

Bei dem gestrigen Aktionstag für Klimagerechtigkeit in Wien kam es zu mehreren Vorfällen von Polizeigewalt. Auf Videos bei Twitter (twitter.com/Marcus_MoD/status/1134766405184884736) ist zu sehen, wie während der Aktion “Ende Geländewagen” ein Beamter auf einen am Boden fixierten Mensch einschlägt. Etwa 250 Aktivist*innen blockierten friedlich die Wiener Ringstraße bei der Urania, einige hatten sich an dreibeinigen Holzgestellen, sogenannten Tripods, angekettet. “Schon zu Beginn der Aktion drohte uns die polizeiliche Einsatzleitung mit Gewaltanwendung”, sagt Sina Reisch, Pressesprecherin der Aktionsform “Ende Geländewagen”. Mit der Blockade wiesen die Klima-Aktivist*innen auf die katastrophalen Folgen des Autoverkehrs für Klima und Gesundheit in Österreich hin. “Gestern hat sich gezeigt, dass das klimaschädliche System mit Gewalt durchgesetzt wird. Für einen Systemwandel ist es nicht mehr genug, nur zu demonstrieren”, sagt Reisch.

Während der Räumung gingen einige Polizist*innen dann tatsächlich mit unverhältnismäßiger Gewalt vor. Eine Person mit Platzwunde musste ärztlich versorgt werden und zumindest eine weitere Person das Krankenhaus aufsuchen. “Zu der Platzwunde kam es, als ein Aktivist von sechs Beamten zu Boden gerissen und fixiert wurde. Dabei schlug der Kopf hart auf den Asphalt auf”, erklärt Sina Reisch. Auch gegenüber Passant*innen verhielten sich einige Polizist*innen eskalativ: wie Videos (twitter.com/RADikalAutofrei) zeigen, wurden vielfach Menschen weggedrängt und gezielt am Dokumentieren und Beobachten der Geschehnisse gehindert. Ob es während der Festhaltung der etwa 100 Aktivist*innen in den Polizeianhaltezentren Hernals und Rossauer Lände zu rechtswidrigen Handlungen von Beamten kam, ist unklar. Sicher ist, dass es zu Beleidigungen und Schikaneakten kam.

Anmerkung der Moderation

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf klimacamp.at. Eigentlich sollen auf emrawi.org keine Verlinkungen zu kommerziellen Medien (wie z.B. Twitter) veröffentlicht werden, wir machen aber bei bestimmten Beiträgen Ausnahmen, wenn der Inhalt aus unserer Sicht besonders wichtig ist.

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