Soli Kundgebung für die Hafenarbeiter_innen in Genua

veröffentlicht am 21. Februar 2020

Am 12. Februar fand vor der italienischen Botschaft in Wien eine Solikundgebung für die streikenden Arbeiter_innen des Hafens von Genua statt.
Die Hafenarbeiter_innen der Gewerkschaft CALP (Collectivo Autonomo Lavoratori Portuali – finden sich leider nur auf Facebook) –blockierten damit ein Schiff dasWaffen u.a. nach Saudi Arabien transportieren soll.

Den Auruf zur Demo gab’s unter anderem auf EMRAWI.

Ein Interview mit Genoss_innen von CALP auf Englisch gibt es hier und mit englischen Untertiteln auf Youtube hier und hier (RT) und auf italienisch hier.

„Diese Waffen befeuern Kriege (etwa von Saudi-Arabien und seinen Verbündeten in Jemen oder aber auch den Krieg in Syrien), bringen Tod und Leid über die Bevölkerung, zerstören Städte, Schulen, Krankenhäuser… Auch die Natur wird verwüstet und damit die Lebensgrundlage und die Zukunft von uns allen.“
(aus einem bei der Kundgebung verteilten Flugblatt)

Etwa 40 Personen fanden sich zusammen um ihre Solidarität mit den Genoss_innen von CALP zu bekunden. In den zahlreichen Redebeiträgen wurden verschiedene Aspekte und Gemeinsamkeiten des Kampfes hervorgehoben und spannende Hintergrundinfos berichtet.

Genoss_innen des Wiener Arbeiter*innensyndikates berichteten in ihrem Redebeitrag unter anderem von der Tradition des Widerstandes gegen Rüstungsexporte in verschiedenen europäischen Ländern.

Ein Genosse des Kommunistischen StudentInnenverbandes beleuchtete eingehend die Situation in Italien.

Von den Workers for Future (leider Facebook) kam ein spannender Beitrag in dem unter anderem hervorgehoben wurde, dass es wir Arbeiter_innen sind, die sowohl am meisten unter den Kriegen leiden als auch die Kriege erst ermöglichen indem sie Waffen produzieren und transportieren.
Gleichzeitig sind es wir Arbeiter_innen die in den Armeen dienen.. aber eben durch diese Rolle können wir Kriege auch effektiv stoppen wenn wir solidarisch&kollektiv handeln.

Die Rolle der EU Staaten bei der Militarisierung Afrikas die Hand in Hand mit der wirtschaftlichen Ausbeutung und Durchsetzung EU konformer Politik geht wurde von einem Redner von afrique-europe-interact anhand mehrer Beispiele sehr anschaulich dargestellt.

Die Situation von Andreas Krebs, ein politischer widerständiger Gefangener der schwerkrank in Neapel im Häfn sitzt wurde dann noch von einer Rednerin von ANARCHIST BLACK CROSS WIEN geschildert.

Lautstark mit Musik und Parolen haben Rhythms of Resistance Vienna die Kundgebung begleitet.

Außerdem wiesen Aktivist_innen mit Flyern auf die Causa Rheinmetall hin, bei der vier Personen aus Wien wegen einer Aktion gegen das Werk der Rüstungsfirma Rheinmetall in Wien von Repression betroffen sind.

Neben der Solikundgebung in Wien gab es in mehreren europäischen Städten Aktionen und Bekundungen der Solidarität. So zum Beispiel auch in Basel.

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