Filmvorführung zu 40 Jahre Opposition bei Opel in Bochum

veröffentlicht am 1. Oktober 2019

6.10.2019 - 18:00 bis 20:00
Schikaneder, Margaretenstraße 22-24, 1040 Wien

Anschließendes Gespräch mit:

Johanna Schellhagen (Regisseurin, labournet.tv)
Wolfgang Schaumberg (Mitbegründer von GoG bei Opel in Bochum)
Peter Haumer (ehem. “Gruppe oppositioneller Arbeiter” bei GM in Wien)

1972 gründeten ein paar Arbeiter und Revolutionäre bei Opel in Bochum
die „Gruppe oppositioneller Gewerkschafter“(GoG). Die GoG existierte
über 40 Jahre und hat mit ihrer radikalen Betriebsarbeit den
Widerstandsgeist in der Bochumer Belegschaft befeuert.

Als Betriebsräte gaben sie geheime Informationen an die Belegschaft
weiter, sie sorgten für achtstündige Betriebsversammlungen, kämpften
gegen Krankenverfolgung, organisierten ihren eigenen Bildungsurlaub und
versuchten sogar, auf eigenen Faust direkte internationale Solidarität
zwischen den verschiedenen General Motors Belegschaften in Europa
herzustellen, um sich gegen die Standorterpressungen in den 90er Jahren
zur Wehr zu setzen.

Ihre radikalen Aktivitäten kulminierten schließlich im wichtigsten
Wilden Streik der deutschen Nachkriegsgeschichte, als die Belegschaft im
Oktober 2004 sechs Tage lang das Werk besetzte und die Produktion in
ganz Europa lahmlegte.

Ein Portrait von Kollegen, die sich Gehör verschafften. Ihre Praxis
einer unbeirrten Betriebspolitik von unten zeigt, dass Widerstand
möglich ist. Auch heute. Auch in Großbetrieben.

D 2019, 70 min, labournet.tv
Regie, Ton & Schnitt: Johanna Schellhagen
Kamera: Thilo Schmidt, Milica Denic, Zara Zandieh
Mischung: Birte Gerstenkorn & Joel Vogel
Grafik: Zoff Kollektiv Musik: Tomi Simatupang & AK Kessel
Animation: Julien Bach
Verleih: Sabcat Media
Produktion: labournet.tv
Trailer: https://de.labournet.tv/luft-zum-atmen-trailer

Eintritt: freie Spende

Anmerkung der Moderation

Wir fordern alle Autor*innen dazu auf, ihre Beiträge in geschlechtergerechter Sprache zu formulieren. Wenn in einem Text nur die männliche Form verwendet wird, sehen wir darin eine Form von Sexismus. Zu Details wie geschlechtergerechte Formulierung aussehen kann verweisen wir auf den Leitfaden “Was tun?” http://feministisch-sprachhandeln.org/ sowie auf das Genderwörterbuch auf https://neu.geschicktgendern.de/

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