*Stoppen wir gemeinsam die für 23.2. geplante Charter-Abschiebung nach Kabul!*

veröffentlicht am 20. Februar 2021

KEINE ABSCHIEBUNG NACH AFGHANISTAN!
KEINE ABSCHIEBUNG! NIRGENDWOHIN!

Liebe Leute - es gibt erneut einen fixen Abschiebetermin von Wien nach Afghanistan am Dienstag, den 23.2.21.

Wir wollen an den Widerstand vom 10. und 15. Dezember 2020 anknüpfen und den immer lauter werdenden Protest nutzen, um gemeinsam gegen Abschiebungen, Grenzen und die tödlichen Auswirkungen dieser elendigen, nationalistischen Abschottungspolitik auf die Straße zu gehen.

Afghanistan ist eines der unsichersten Länder der Welt, beinahe täglich gibt es Anschläge mit dutzenden Todesopfern - vor allem Kabul und die Metropolregion sind davon besonders schwer betroffen. Am 09.02.21 haben Deutschland und Schweden bereits 26 Menschen dorthin abgeschoben und das, obwohl es in Bremen und Baden-Württemberg gerichtliche Beschlüsse zu einem Abschiebeverbot dorthin gibt. Nur einen Tag nach der Abschiebung wurden allein am 10.02.21 drei Bombenanschläge in Kabul verübt. Afghanistan ist NICHT SICHER.

Das österreichische Bundesministerium für Europäische und Internationale Angelegenheiten warnt vor allen Reisen in das ewige Kriegsgebiet Afghanistan - es herrscht Sicherheitsstufe 6, die höchste Warn- und Gefährdungs-Stufe, die es für Reisen gibt. Das verdeutlicht die Aussage des Ministeriums: "Reisewarnungen werden im Regelfall nur in besonderen Krisensituationen ausgesprochen, wenn eine generelle Gefährdung für Leib und Leben besteht."
Trotz all dem will Österreich - wie bereits im Dezember 2020 trotz wütender Proteste geschehen - am 23.2.21 Menschen per Charter nach Afghanistan abschieben.

Unter keinen Umständen ist dies mit der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar, unter keinen Umständen ist eine Abschiebung nach Afghanistan vertretbar. Afghanistan ist NICHT SICHER. Jede Abschiebung in ein Kriegsgebiet ist eine potenzielle Gefahr für Leib und Leben, jede Abschiebung ein Akt purer Gewalt!

Wir waren bei den Protesten gegen Abschiebungen im Dezember 2020 schon viele - aber wir werden immer mehr. Nicht allen von Abschiebung bedrohten und betroffenen Menschen steht eine solche Aufmerksamkeit der Medien bei, wie sie jetzt vorliegt! Darum ist es umso wichtiger, dass der kämpferische Protest nicht abreißt und gegen jede Abschiebung Widerstand geleistet wird. Jetzt haben wir eine große Öffentlichkeit und die gilt es zu nutzen. Organisieren wir uns!

Stoppen wir gemeinsam die für 23.2. geplante Charter-Abschiebung!
Auf das Ende der Festung Europa!
Für das Recht zu Bleiben! Für das Recht zu gehen!
No Border, No Nation, Stop Deportation!
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Wir bitten alle Teilnehmer:innen der Veranstaltung, den Sicherheitsabstand einzuhalten und eine FFP2-Maske zu tragen.

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