Antifeminismus und die Ethnisierung von Gewalt

veröffentlicht am 6. Oktober 2019

FRAUEN*RECHTE UND FRAUEN*HASS. ANTIFEMINISMUS UND DIE ETHNISIERUNG VON GEWALT.
Buchpräsentation mit Eike Sanders und Judith Goetz
veranstaltet von: Plattform Radikale Linke im Rahmen des Antifa Cafe

Antifeminismus will die Errungenschaften der (queer)feministischen Bewegungen zurückdrehen: durch Begriffsumdeutungen, durch Angriffe auf reproduktive Rechte, Ressourcen und Gleichstellungsmaßnahmen. Das gemeinsame Feindbild vereint Akteur*innen unterschiedlicher politischer Spektren, von der extremen Rechten über Konservative bis hin zur vermeintlichen gesellschaftlichen Mitte. Sie treffen sich in einer Ideologie von Frauen*hass, Homo-, Inter*- und Trans*feindlichkeit, dem Wunsch nach einer binären patriarchalen Geschlechterordnung und einer Männlichkeit, die gemeinhin als »toxisch« bezeichnet wird. Dieser Glaube an die männliche Vorherrschaft stellt die Grundlage für Beziehungsgewalt, sexualisierte Gewalt, Femizide und antifeministischen Terrorismus dar. Antifeminismus ist nicht nur gefährlich, sondern kann auch tödlich sein.

Paradoxerweise hat die antifeministische Rechte »Frauenrechte« für sich entdeckt, vor allem dort, wo die »weiße Frau als Opfer« eine neue, doch zugleich altbekannte, Mobilisierungskraft entfalten kann: in Kandel, Chemnitz, Wien oder Berlin. Eine antifaschistische Kritik, die diese rassistischen Frauenrechtskämpfe als reine Instrumentalisierung abtut, verkennt allerdings, dass das Engagement rechter Frauen* für »Frauenrechte« für diese auch als Akt der Selbstermächtigung funktioniert – der jedoch antifeministisch bleibt.

Dagegen stellt dieses Buch einen Feminismus, der die Fundamente der patriarchalen Ordnung hinterfragt, der Männlichkeit nicht heilen will und der grundlegend antifaschistisch ist.

8.Oktober, 19:00
slowenischer Student*innenclub, 1070 Wien, Mondscheingasse 11

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