Frauen*Streik Wien 08. März 2020

veröffentlicht am 7. März 2020

„Ein Frauenstreik ist die organisierte Aussetzung der Arbeit von Frauen, um auf Probleme aufmerksam zu machen bzw. entsprechende politische Ziele durchzusetzen“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenstreik).

2017 fand in über 50 Ländern ein Frauen*streik statt – also Aktionen gegen Frauen*diskriminierung und für ein besseres Leben. Die konkreten Frauen*streikforderungen sind dabei jeweils an den regionalen Kontext angepasst, wobei sie sich eigentlich immer um die Themenkomplexe Lohnarbeit, Hausarbeit und/oder der Gewalt gegen Frauen* drehen. In Lateinamerika gingen – ausgehend von der argentinischen Gruppe ‚Ni una menos‘ (Nicht eine weniger!) – tausende Frauen* auf die Straße um gegen Männergewalt an Frauen* zu demonstrieren.

In Polen kämpften 2016 tausende Frauen* gemeinsam gegen die weitere Verschärfung des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch, obwohl Polen ohnehin schon eines der frauen*feindlichstens Abbruchgesetze in Europa hat. Der Frauen*streik hatte Erfolg und das Gesetz wurde nicht verabschiedet. In Spanien beteiligten sich am 8. März 2018 5,3 Millionen Menschen am Frauen*streik. Die Arbeit wurde niedergelegt und Frauen* organisierten Massendemonstrationen gegen die hohe Frauen*arbeitslosigkeit aufgrund der Wirtschaftskrise, Gewalt an Frauen* und hohe Mietpreise. Auch in der Schweiz kam es im Juni 2019 zu einem Frauen*streik. Dabei ging es um eine finanzielle Aufwertung und mehr gesellschaftliche Anerkennung von Arbeiten, die vorrangig von Frauen* verrichtet werden und mehr Zeit und Anerkennung für unbezahlte Betreuungsarbeiten.

Mehr Infos unter: http://www.frauenstreik.at

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